Seitenbereiche

Navigation

Mehr Information

Weitere Infos:

Hier weiter zu den Ergebnissen der Befragung

Inhalt

Menschen und Essen:

Der Wert eines Lebensmittels

Wer Essen einkauft, wählt die notwendigen Lebensmittel nicht nur aufgrund ihrer physiologischen Eignung. Vielmehr widerspiegeln Nahrungsmittel und Ernährungsweisen immer gesellschaftliche Werte. Das kulturelle Regelwerk der Küche sei eine eigene Sprache, in der Gesellschaften ihre Struktur zum Ausdruck bringen, meint der Soziologe Claude Lévi-Strauss.

Kauf und Verzehr von bestimmten Lebensmitteln werden unbewusst oder bewusst von folgenden Werten geleitet:

  • Genusswert – umfasst alle mit den Sinnen erfassbaren Eigenschaften (Aussehen, Geruch, Geschmack).
  • Gesundheitswert – definiert, ob Nahrungsmittel oder deren Bestandteile gesund sind, aber auch, ob man sie gut verträgt und ob sie bekömmlich sind.
  • Eignungswert – legt die Eignung für eine bestimmte Verwendung fest, aber auch Haltbarkeit, Preis oder Zeitaufwand für Zubereitung und Verzehr.
  • Psychologischer Wert – meint die individuellen Bedürfnisse wie Freude beim Essen, Meinungen und Erwartungen an das Produkt, Belohnung.
  • Ökologischer Wert – zeigt, wie umweltverträglich ein Lebensmittel produziert worden ist.
  • Soziokultureller Wert – berücksichtigt gesellschaftliche Aspekte wie Prestige bestimmter Lebensmittel oder Unterhaltungs- und Gemeinschaftswert.
  • Ökonomischer Wert – setzt den Warenwert fest, den ProduzentInnen und KonsumentInnen dem Nahrungsmittel beimessen (das ist es mir wert).
  • Politischer Wert – rechnet Auswirkungen auf die (regionale) Landwirtschaft, auf Armut und Reichtum bestimmter Länder und ProduzentInnen mit ein.

Lebensmittel senden Botschaften aus und decken unterschiedliche Bedürfnisse ab, welche die Konsumierenden für ihr Wohlbefinden individuell gewichten.


Nach «Food Literacy – Schmackhafte Angebote für die Erwachsenenbildung», Handbuch und Toolbox

www.food-literacy.org

 

Absender-Linkliste